Hongkong – ein Nachschlag

6 05 2008
 
Nach meiner Rückkehr aus Hongkong stelle ich fest, dass ich über mein Blog wieder völlig problemlos auf Wikipedia zugreifen kann. Einfach so. Merkwürdig.
 
Abgesehen von der Tatsache, dass ich mein Visum bekommen habe, was ist sonst zum Stichwort Hongkong zu sagen? Die fünf Tage haben mich geschlaucht. Der Lärm, der Autoverkehr, die Menschenmassen – das alles sucht seinesgleiches auf der Welt. Aber zugleich fiel mir wieder auf, wie grossartig diese Gemeinschaft mit ihrer Bevölkerungsdichte organisiert ist, wie dort alles klasse funktioniert. Reibungslos flitzen die übervollen MTR-Bahnen, jede Ampel funktioniert tadellos, die Menschen gehen nur bei Grün über die Strasse, an fast jeder Kreuzung und Zebrastreifen wird man durch Aufschriften und Pfeile auf der Strasse gewarnt, dass der Verkehr von rechts kommt, was für einen Festland-Europäer sehr hilfreich ist. Die Strassen werden regelmässig von Fahrzeugen mit Wasser besprengt und gefegt. Auch so sieht man kaum Abfall auf der Strasse, die Menschen benutzen die reichlich vorhandenen Mülleimer, ganz im Gegenteil zu den Chinesen in Zhuhai und anderswo in China.
 
Am Freitag morgen sind wir mit der Gewissheit aufgebrochen, am Abend mit einem frischen Visum wieder nach Hause nach Zhuhai zu kommen. Leider haben wir nicht den olympischen Fackellauf in Hongkong auf der Reihe gehabt, oder vielmehr die Tatsache, dass das chinesische Konsulat an dem Tag mit anderen Dingen beschäftigt sein wird, als mit dem Abstempeln von Pässen. Viele Chinesen im knallroten T-Shirt mit entsprechender Aufschrift kamen uns auf der Strasse entgegen – offensichtlich auf dem Weg vom Fackellauf nach Hause. Auch die allerorten aufgestellten Riesenbildschirme im Freien berichteten von diesem einmaligen Ereignis ausführlich.
 
Da wir in Hongkong nur auf unsere Visa warten mussten und sonst keine Termine hatten, hatten wir viel Zeit einfach so rumzulungern. Zum Beispiel sassen wir am Sonntag nachmittag im Park und durften unsere Augen an den gastarbeitenden Kindermädchen aus den Philippinen und aus Indonesien beim Flanieren an ihrem einzigen freien Tag weiden. Und so haben sich einige nette Begegnungen ergeben. An einem anderen Nachmittag sassen wir einfach auf der Kowlooner Seite und haben stundenlang die spektakuläre Skyline auf Hongkonger Seite vor Augen gehabt – vom Nachmittag über den Sonnenuntergang bis zum Ende der einzigartigen Laser- und Lichtshow am späten Abend, bei der die Hochhausfassaden in allen möglichen Farben, Mustern und Tempii illuminiert werden.  Diese Show füllt die Kowlooner Promenade mit Zuschauern, die sich nach dem Showende allerdings ziemlich schnell zerstreuen.
 
Voller Eindrücke sind wir gestern abend auf meine Insel zurückgekommen. Heute morgen hat mich wieder das vertraute Hundebellen und Meeresrauschen geweckt. So muss es sein, so ist es richtig.
 
 
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2 responses

7 05 2008
Jörg

Wie gerne wäre ich dabei gewesen!

8 05 2008
克千

Nix wie fix in den Flieger steigen und kommen 🙂 ich mach den Reiseführer, ok?

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