Yahoo? Ja, pfui!

22 11 2007

 

YahooManager und Rechtsanwalt Michael Callahan hat sich für seine Falschaussagen vor einem Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses entschuldigt. Diese – ich nenne sie – Lügen betrafen die Verstrickungen von Yahoo, die zur Verhaftung eines chinesischen Dissidenten geführt hatten. Callahan beteuert, er sei nicht korrekt über die Hintergründe der Ermittlungen gegen den 2004 verhafteten Shi Tao informiert gewesen, als er 2006 in einer Anhörung ausgesagt hatte. Eine Yahoo-Sprecherin sagte demnach, das Problem sei eine schlechte Übersetzung einer Anordnung aus China gewesen, die einem Yahoo-Anwalt zur Zeit der Anhörung im Februar 2006 vorgelegen habe.

Shi wurde im April 2005 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der chinesische Journalist war festgenommen worden, nachdem er unter einem Pseudonym auf einer ausländischen Website über Repressalien berichtet hatte. Chinas Polizei hatte ihn ausfindig machen können, nachdem Yahoo ihr Daten zu seinem Email-Account ausgehändigt hatte sowie auch Inhalte von Emails. Callahan hatte während der Anhörung ausgesagt, dass seinem Unternehmen zum Zeitpunkt der Datenanfrage keine Informationen über die Hintergründe der Ermittlungen vorgelegen hätten.

Die Dui Hua Foundationhat hingegen ein Dokument veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass der Beschuldigte ausdrücklich wegen der „unerlaubten Weitergabe von Staatsgeheimnissen ans Ausland“ gesucht wurde.

Yahoo-Manager entschuldigt sich – so what? Ich werde trotzdem nach wie vor einen großen Bogen um Yahoo machen. Wenn sich ein Konzernmanager entschuldigt, dann ist das so, wie wenn ein Krokodil auf seine Tränen als Zeichen der Reue über gerade gefressenes Opfer hinweist. Alles Lügen!

Weil der chinesische Text des Durchsuchungsbefehls falsch übersetzt wurde, dann kann ich nur jedem ratem, diese Software zu meiden und auf andere Übersetzungssoftware umzusteigen! Diejenige von Yahoo (falls es diese war, aber warum soll Yahoo ein Konkurrenzprodukt benutzen, gell?) ist der letzte Dreck, wenn sie einen Menschen für zehn Jahre ins Gefängnis bringen kann. Also bloss die Finger davon lassen!

 

Und bevor ich jemals eine Yahoo-Email versende, schicke ich lieber einen Brief – für die jüngeren von uns: ein beschriebenes Blatt Papier, in einen Briefumschlag gesteckt, eine Briefmarke drauf geklebt und in den Briefkasten geworfen) – oder besuche den Empfänger gleich persönlich und flüster ihm meine Botschaft lieber direkt ins Ohr.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/98363

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One response

2 04 2008
mig

Ich benutze Yahoo eigentlich auch nciiht, außer der Mail, weil die wirklich so alt war und mein „Internet-Ich“ damit aufgewachsen ist 😉

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