Pünktlich um 7:25 am Mittwoch morgen hob ich vom Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel ab. Meine mehrtägige Sorge und zigfaches Umpacken zwischen Koffer und Handgepäck – alles umsonst. Ist 23,5 kg schon über der Toleranzgrenze, oder gehen gar noch 24,2 kilo? Soll ich das T-Shirt von der EM-96 in England mit oder lieber hier lassen und stattdessen noch eine Laufhose einpacken? Derartige Fragen beschäftigten mich die letzten Tage vor der Abreise. Aber wie es sich an diesem Morgen rausstellen sollte, waren sie allesamt für die Katz. Die Dame beim Check in hat nur einen blitzflüchtigen Blick auf die Waage geworfen, nichts zu den letztendlichen 24,2 kg gesagt, auf den Knopf gedrückt und schon war mein Koffer auf dem Weg nach Hongkong. Auch der 11,7 kg Trecking-Rucksack ist kommentarlos als Handgepäck durchgegangen.
Die viereinhalb Stunden in London Heathrow habe ich leidlich überstanden: zunächst mindestens eine halbe Stunde von einem Terminal zum anderen gelaufen, dazwischen eine Mega Schlange vor der Leibesvisitation mit den aberzigtausenden anderen Leidgenossen geduldig mitgelitten. In den restlichen drei Stunden in der Wartehalle hab ich Löcher in die Luft geguckt und mich mit anderen Reisenden unterhalten.
Im Flieger nach Hongkong lief zum Glück passables Filmprogramm (I walk the line - über Johnny Cash). Dank der Bildschirme in der Rückenlehne direkt vor einem konnte ich den Film so richtig gut sehen – und geniessen.